Mittwoch, 18. November, 19 Uhr, Parkhotel Brunauer, Elisabethstraße 45, 5020 Salzburg
Podiumsdiskussion mit: 
Lucas Zeise (Wirtschaftsjournalist)
Oliver Röpke (ÖGB-Europabüro) 
Robert Buggler (Armutskonferenz)
Moderation: Hans Holzinger
Volkswirt und Wirtschaftsjournalist Lucas Zeise hat die „Financial Times Deutschland“ mitbegründet und wundert sich, dass so wenige ihre Stimme gegen die Herrschaft der Finanzmärkte überdie Politik und die Menschen in Europa erheben. Er sieht die Entstehung der Staats-schuldenkrise im unkontrollierten internationalen Finanzsektor und der Entscheidung der Politik die Kapitalerhaltung durch Steuermittel durchzuführen. Zur Rettung des Sozialstaats mahnt er eine starke Kontrolle des Finanzsektors und europäische Solidarität ein. Ein Schuldenschnitt müsse auch von Großvermögen mitgetragen werden.
Oliver Röpke, Leiter des ÖGB-Europabüros, fordert einen grundlegenden politischen Kurswechsel für die EU. Die einseitige Sparpolitik sowie der Druck auf Löhne und Kollektivverträge durch die EU-Kommission seien nicht nur unsozial, sondern auch ökonomisch falsch. Europaweit seien die Gewerkschaften aufgerufen sich gegen Angriffe auf das Streikrecht und auf die Rechte der ArbeitnehmerInnen zur Wehr zu setzen. Röpke wird einerseits über aktuelle negative Entwicklungen informieren, andererseits über internationale gewerkschaftliche Aktionen berichten.
Robert Buggler wird die soziale Situation in Österreich beleuchten. Laut Buggler ist kein sprunghafter Anstieg der Ungleichheit erkennbar, vielmehr sei ein schleichender Anstieg der Armut erkennbar, der vielfach wegdiskutiert werde. Buggler wird auch der Frage nachgehen wie belastbar unsere sozialen Sicherungssysteme noch sind und wohin sie sich in Zukunft entwickeln werden.